eFuels leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende im Verkehr und bei mobilen Maschinen

Shutterstock

eFuels – treiben die umfassende Defossilisierung des Verkehrs und mobiler Maschinen

Insbesondere im Flug-, Schiffs- und Straßengüterverkehr sowie in der Landtechnik und für Baumaschinen werden langfristig flüssige und gasförmige Kraftstoffe notwendig sein. eFuels auf Basis erneuerbarer Energie, inklusive der direkten Nutzung von Wasserstoff, sind ein notwendiger Baustein für einen ambitionierten Klimaschutz. Für den Markthochlauf von eFuels ist auch eine anfängliche Verwendung im Straßenverkehr sinnvoll. Sie ergänzen dort den zeitnahen Ausbau der Elektromobilität und der Brennstoffzellen-Technologie. Eine konsequente Defossilisierung des weltweiten Fahrzeugbestands kann ohne Technologieoffenheit nicht gelingen.

eFuels – brauchen gleiche Bedingungen

Es muss ein Level-Playing Field für alle Technologien geschaffen werden. Um eine robuste und faire Methodik zur Ermittlung der CO2-Intensität zu gewährleisten, sind CO2 Reduktionstechnologien hinsichtlich ihrer Wirkung mittels der Lebenszyklusanalyse und unter Beachtung der notwendigen Infrastrukturinvestitionen zu betrachten. eFuels sollten in der Pkw- und Lkw-CO2 Flottenregulierung anerkannt werden. Hier muss die in beiden EU-Regulierungen verankerte Zeit für den Review genutzt werden, um die Anerkennung vorzubereiten.

eFuels – fördern durch marktbasierten Finanzierungsrahmen

Eine umfassende Energiewende im Verkehrssektor kann nicht allein aus dem Strombereich finanziert werden. Es muss ein tragfähiges und in sich schlüssiges Gesamtkonzept entwickelt werden. Dazu gehört insbesondere die Einführung einer – in den wichtigsten europäischen Ländern vergleichbar hohen – CO2-Bepreisung in Ergänzung zum europäischen Emissionshandelssystem. Die CO2-Bepreisung sollte ein Level-Playing-Field auch für Technologien wie Carbon Capture and Usage (CCU) herstellen, um den Einstieg in den Kohlenstoffkreislauf zu unterstützen.

eFuels - RED II ambitioniert umsetzen

Die aktuellen Anreize der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED II) und Zeiträume bis 2030 reichen für den breiten Durchbruch von eFuels im Verkehrsbereich nicht aus. Für diesen Sektor sollte Deutschland einen höheren Anteil erneuerbarer Energie bis 2030 anstreben. Barrieren beim Netzstrombezug müssen abgebaut werden. Hierzu gehört neben dem Abbau der fiskalischen Barrieren auch die rechtssichere Verwendung von Herkunftsgarantien (Guarantees of Origin – GoO) und Strombezugsvereinbarungen (Power Purchase Agreements – PPAs), einschließlich solcher Konzepte wie „virtuelle Kraftwerke“, die eine Echtzeitüberwachung und -validierung mehrerer Hersteller und Verbraucher ermöglichen und Doppelzählungen vermeiden. Die Ausbaupfade für erneuerbare Energien müssen den wachsenden EE-Bedarf für die Sektorkopplung berücksichtigen.