P2X: Chance für Klimaschutz und Industrie

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P2X – ein Schlüssel der Energie- und Klimapolitik

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energie und der Steigerung der Energieeffizienz gehört die Sektorkopplung zu den drei Bausteinen für den Klimaschutz. Ohne P2X als eine der Sektorkopplungstechnologien kann die Energiewende in allen Sektoren nicht gelingen. Der wachsende Bedarf an erneuerbarer Energie für die Sektorkopplung ist dabei zu berücksichtigen. Die Sektorkopplungstechnologien müssen netz- und systemdienlich sein. Deutschland benötigt eine Wasserstoffstrategie, um den Transformationspfad zu klimaneutralen Brenn- und Kraftstoffen zu gestalten.

P2X – Export der Energiewende

Globaler Klimaschutz führt über P2X, womit sich große Chancen für die deutsche Industrie verbinden. Bei multi- und bilateralen Wirtschaftskooperationen ist P2X von deutscher Seite aus zu berücksichtigen. Als Anbieter und Exporteur von Technologien und Anlagen kann Deutschland erheblich von einem internationalen Markthochlauf profitieren und internationale Handelsbeziehungen stärken. Dabei ist die Anschlussfähigkeit des deutschen Anlagenbaus an die internationale Entwicklung für die Etablierung eines deutschen Referenzmarktes für P2X-Anlagen entscheidend.

P2X – Technologieoffenheit als Weg

Alle Speicher- und Flexibilitätsoptionen müssen in einem fairen Wettbewerb zueinander stehen. Die bestehende Energie- und Klimaschutzgesetzgebung in Deutschland und der EU muss in Bezug auf die Diskriminierung von P2X überprüft werden. Dies gilt insbesondere für die Abgaben, Umlagen und Steuern. Um regulatorische Unterschiede zu überwinden, muss auch ein robustes Verfahren zur Lebenszyklusanalyse (LCA) für die Berechnung von Treibhausgaseinsparungen entwickelt werden.

P2X – CO2-Bepreisung als Hebel

Eine umfassende Energiewende kann nicht allein aus dem Strombereich finanziert werden. Es ist ein tragfähiges und in sich schlüssiges Konzept zu entwickeln, in dem die Steuer-, Umlage- und Abgabesysteme bei der Umwandlung von Energieformen keine zusätzliche Belastung darstellen. Dazu gehört insbesondere die Einführung einer – in den wichtigsten europäischen Ländern vergleichbar hohen – CO2-Bepreisung in Ergänzung zum europäischen Emissionshandelssystem. Die CO2-Bepreisung sollte ein Level-Playing-Field auch für Technologien wie Carbon Capture and Usage (CCU) herstellen, um den Einstieg in den Kohlenstoffkreislauf zu unterstützen.

P2X - Innovationsanreize notwendig

Da die nötigen Technologien bereits vorhanden und einsetzbar sind, können Anlagen im Industriemaßstab schon heute gebaut werden. Daher müssen über die Forschung hinaus zusätzlich Anreize für großtechnische Demonstrationsprojekte geschaffen werden. Förderprogramme wie die „Reallabore der Energiewende“ müssen ausgeweitet werden. Im Rahmen der Innovationsausschreibungen sollten gemeinsame Ausschreibungen von Erneuerbaren-Energien-Anlagen mit kombinierter Speicherlösung geprüft werden. Die Innovationsausschreibungen sollten auch modifizierte regulatorische Randbedingungen für den Anlagenbetrieb berücksichtigen wie eine Reduzierung von Abgaben und Umlagen auf den Strompreis.